Radtouren

Die Landeshauptstadt Saarbrücken bietet in Kooperation mit dem ADFC Saarland (e.V.) kostenfreie Radtouren zu Themen der Mobilitätsplanung an. 

Radtouren

Radtour Bezirk West - Andreas Cremer (ADFC)

Radtour Bezirk West - Andreas Cremer (ADFC)

Radtour Bezirk West - Andreas Cremer (ADFC)

Bei den Radtouren geben Vertreterinnen und Vertreter des ADFC sowie des Stadtplanungsamts interessierten Bürgerinnen und Bürgern Ideen und Analyseergebnisse aus dem Mobilitätsplan weiter. Das Ziel ist dabei, dass sie mit ihnen in eine Diskussion über die Inhalte einsteigen können. 

Die Radtouren folgen einer vorher festgelegten Route, die verschiedene Verkehrssituationen in der Stadt aufzeigt. Das können zum Beispiel Maßnahmen sein, die die Landeshauptstadt in den letzten Jahren umgesetzt und mit denen sie die Radverkehrsinfrastruktur deutlich verbessert hat. Außerdem zeigen sich auf den Routen auch Beispiele für optimierungsbedürftige Stellen oder Lücken im Radverkehrsnetz.

Die anwesenden Teilnehmer nutzen die Chance, um Fragen zu stellen und Anmerkungen zu geben.

Welche Stationen es auf den Touren gab und welchen Themen die Teilnehmenden besprochen haben erfahren Sie hier.

 

Bezirk West

  • Startpunkt: Burbacher Markt

    Am Startpunkt der Radtour haben die Teilnehmenden festgestellt, dass es am Burbacher Markt kaum Möglichkeiten gibt, um das Fahrrad sicher abzustellen. Das gilt tatsächlich nicht nur für den Marktplatz, denn Fahrradabstellanlagen sind in diesem Stadtteil nicht so weit verbreitet wie in der Innenstadt.

  • 1. Station: Ecke Burbacher Markt / Hochstraße

    Das Thema an dieser Station waren die Schutzstreifen für Radfahrende. Sowohl in der Bergstraße und Burbacher Straße als auch am Helgenbrunnen sind sie vorhanden, jedoch gibt es an einigen Stellen Lücken in der Infrastruktur.

    Die Meinungen der Teilnehmenden zu Schutzstreifen sind gemischt.

  • 2. Station: Kreuzung Marktsteig / Jakobstraße

    Die Jakobstraße stellt die Hauptverbindung zwischen dem unteren und oberen Burbach dar. Gleichzeitig liegt hier eine Lücke im Radverkehrsnetz vor.

    Die Teilnehmenden kritisieren die Verbindung zwischen dem Bahnhof Burbach Mitte und dem Burbacher Markt, da es hier keinen direkten Weg zum Bahnsteig auf der östlichen Seite gibt.

  • 3. Station: Café Tesoro in der Von-der-Heydt-Straße

    Das Naherholungsgebiet Burbacher Waldweiher ist über die Straße "Im Weyerbachtal" erschlossen. Im ersten Abschnitt gibt es einen Mischverkehr zwischen Rad- und Kfz-Verkehr, welcher über eine hohe Anzahl an LKWs verfügt. Im zweiten Abschnitt ist alternativ auch der parallele Freizeitweg nutzbar. Die Zugänglichkeit ist wegen des nicht abgesenkten Bordsteins zu Beginn des Weges etwas erschwert.

  • 4. Station: Pfaffenkopfstraße

    Hier besteht seitens des ADFC und der Teilnehmenden der Wunsch, einen Gehweg für den Radverkehr freizugeben. Dadurch soll sich die Verbindung zwischen der Pfaffenkopfstraße und der Brücke Im Malhofen / Im Weyerbachtal verbessern.

  • 5. Station: Fenner Straße

    Die Fenner Straße (Sackgasse und 30er-Zone) stellt eine sehr gute Ost-West-Verbindung innerhalb von Burbach dar und schließt direkt an einen gemeinsamen Geh-/Radweg in Richtung Altenkessel an. Aus diesem Grund bringt der ADFC die Idee ein, hier eine Fahrradstraße einzurichten.

  • 6. Station: Saarufer / Leinpfad

    Über die Werftstraße und einen Hochwasserschutzdamm gelangen Radfahrende vom Matzenberg direkt zum Leinpfad. Sowohl Menschen, die in ihrer Freizeit Rad fahren, als auch Menschen, die im Alltag Rad fahren, nutzen diesen Weg. Im Bereich der Provinzialstraße könnte eine wegweisende Beschilderung diese Verbindung deutlicher machen.

  • 7. Station: Unterbrechung des Leinpfads am Saarstahl-Gelände

    Grundsätzlich liegt mit dem Leinpfad eine sehr gute Verbundung zwischen der Innenstadt und Burbach beziehungsweise Altenkessel vor. Die Unterbrechung durch das Saarstahl-Gelände führt allerdings zu Umwegen.

  • 8. Station: Gersweiler Brücke

    Die Gersweiler Brücke ist mithilfe von Rampen auf beiden Seiten an den Leinpfad angeschlossen. In der Hauptstraße, welche von der Brücke in Richtung Gersweiler führt, gibt es aktuell keine separate Radverkehrsinfrastruktur.

  • Endpunkt: Burbacher Markt

    Zum Abschluss der Tour haben die Teilnehmenden unterschiedliche Wünsche für die Entwicklung Burbachs angesprochen: neue Standorte für Sharing-Angebote (E-Bike und E-Scooter) sowie eine Reparatur-Werkstatt und eine Selbsthilfewerkstatt für Fahrräder. Sie wünschen sich zudem, dass es leichter wird, vor 9 Uhr Fahrräder in der (Saar-)Bahn mitzunehmen.

Bezirk Mitte

  • Startpunkt: Tbilisser Platz

    Der St. Johanner Markt ist ein wichtiges Ziel für viele Bürgerinnen und Bürger. Daher ist es wichtig, dass hier genügend Fahrradabstellanlagen vorhanden sind.

  • 1. Station: Ludwigsplatz

    Die Stengel- und die Heuduckstraße sind ein Beispiel für eine autogerechte Gestaltung des Straßenraums. Es gibt hier meist vier Kfz-Fahrstreifen und einen straßenbegleitenden Parkstreifen. Der Gehweg ist teilweise für den Radverkehr freigegeben, jedoch gibt es keine separate Radverkehrsinfrastruktur. Viele Radfahrende befürworten eine Neuaufteilung des Straßenraums.

  • 2. Station: Hohenzollernstraße

    Seit 2025 ist die gesamte Hohenzollernstraße eine Fahrradstraße und stellt damit eine durchgängige und qualitativ hochwertige Radverkehrsinfrastruktur zwischen der Wilhelm-Heinrich-Brücke und der Malstatter Brücke dar.

    Positiv anzumerken ist an der Kreuzung zur Westspange zudem, dass der Radfahrstreifen während der aktuellen Baustellenphase erhalten geblieben ist.

  • 3. Station: Kresiverkehr unter der Westspange

    Im Jahr 2025 hat ein Umbau des Kreuzungsbereichs unter der Westspangenbrücke zu einem signalisierten Kreisverkehr stattgefunden. An vielen Stellen sind dabei neue Radwege in beide Fahrtrichtungen entstanden, um die Infrastruktur deutlich aufzuwerten und den Radverkehr gleichberechtigt zu berücksichtigen.

  • 4. Station: Unterbrechung des Leinpfads am Saarstahl-Gelände

    Aktuell ist die wichtige Verbindung des Leinpfads zwischen Saarbrücken und Völklingen durch ein Industriegelände in Burbach unterbrochen. Eine Weiterführung ist wünschenswert, um einen Umweg durch das Gewerbegebiet "Saarterrassen" oder das Wechseln der Uferseite zu vermeiden.

  • 5. Station: Breite Straße

    An der Einmündung Breite Straße / Paul-Schmook-Straße hat die Landeshauptstadt Saarbrücken ein Pilotprojekt umgesetzt. Der Rechtsabbiegerfahrstreifen ist nun mit Markierung und Beschilderung so gekennzeichnet, dass er auch für Radfahrende, die geradeaus möchten, genutzt werden kann.

    Im gegenwärtigen Gestaltungszustand ist die Breite Straße besonders auf den Kfz-Verkehr ausgerichtet und von diesem auch stark nachgefragt. Aktuell erarbeitet die Landeshauptstadt eine radverkehrsgerechtere Planung zur Umgestaltung des Straßenraums.

  • 6. Station: Bahnhofsvorplatz

    Der Hauptbahnhof ist eine wichtige Verknüpfungsstelle im Stadtgebiet, daher soll hier ein neues Fahrradparkhaus entstehen. Die stark nachgefragten überdachten Fahrradabstellanlagen können damit auch entlastet werden.

    Die Erreichbarkeit des Hauptbahnhofs ist aus Richtung Osten verbesserungswürdig. Das betrifft somit auch die wichtige Verbindung zwischen der Universität und dem Hauptbahnhof.

  • 7. Station: Johannisstraße

    Im Nauwieser Viertel befindet sich Saarbrückens Fahrradzone. Hier gelten vorteilhafte Regeln für den Radverkehr. Jedoch besteht an einigen Kfz-Einbahnstraßen Optimierungsbedarf bei der Kennzeichnung von entgegenkommendem Radverkehr im Einmündungsbereich. Im Viertel gibt es trotz dem Verkehrszeichen "Einfahrt verboten – Anlieger frei" weiterhin Durchgangsverkehr.

  • 8. Station: Bleichstraße

    Positiv zu bewerten ist die Umgestaltung der Kreuzung Bleichstraße / Gerberstraße. Die Route über das Neugäßchen und die Gerberstraße stellt nun eine gute Alternative gegenüber dem St. Johanner Markt dar.

    Die Weiterführung der Route in der Mainzer Straße wird von den Teilnehmenden als ausbaufähig bewertet. Es entstehen Nutzungskonflikte, da die Fuß- und Radverkehrsführung eng an der Außengastronomie liegen.

  • 9. Station: Saaruferweg in Höhe des Parkhauses am Theater

    Durch eine länger andauernde Baustelle ist die Verbindung zwischen dem Leinpfad und der Alten Brücke aktuell gesperrt. Ein direkter Zugang über die Rampe neben dem ehemaligen Finanzministerium ist daher nicht mehr möglich. In der Bauphase müssen die alternativen Rampen neben dem Theater oder an der Wilhelm-Heinrich-Brücke genutzt werden.

  • Endpunkt: Tbilisser Platz

    Zurück am Tbilisser Platz angekommen, war die Radtour im Bezirk Mitte zu Ende.